Text über den Künstler
Constantin Lusers Zeichnungen sind geographische Umsetzungen von Gedanken, technisch komplexe, mit vielen Layern aus Worten, Chiffren, Symbolen, abstrakten und figurativen Elementen versehene Systeme. Außen- und Innenwelt scheinen in Lusers Werk zu verschmelzen.
Was ist Gedanke, was Wahrnehmung? Ein Eintauchen in diese Zeichnungen ist wie eine Achterbahnfahrt durch die Gedankenwelt des Künstlers: "Being Constantin Luser", ohne Halt bis zum 7 1/2 Stockwerk.
Constantin Lusers visuelle Referenz zur Computergraphik schafft einen inhaltlichen Bezug zur digitalen Informationsverarbeitung, doch ist das, was die Datenmaschine Luser ausspuckt voll von Emotionen und Impulsen und fällt auf durch die Strichführung: "Die Linie, die er zieht, ist fein und genau, sie wird zum Muster, zur Formel, zum Bild, zum Wort, zur Erzählung. Wie ein klarer Gedanke stellt sie Verbindungen her. Es entsteht ein Schaltplan, der Ebenen definiert, Strukturen erarbeitet, Verhältnisse festlegt und Orientierung ermöglicht".
Daniel Baumann, 2005