Ausstellungstitel
Relational Changes, curated by_Cointemporary

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Ausstellungsdauer: 11. 09. - 10. 10. 2015

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Beschreibung

Cointemporary.com ist eine von Künstlern betriebene Plattform, die Einzelkunstwerke höchstens zehn Tage lang oder bis zu ihrem Verkauf ausstellt. Der Hauptunterschied zu herkömmlichen Galerien ist, dass die Kunst ausschließlich mit Bitcoin bezahlt werden kann. Dadurch wird es nicht nur möglich, die ausgestellte Kunst dem monetären System zu entziehen, in dem sich die Gegenwartskunst gefangen sieht, sondern auch neue Möglichkeiten aufzuzeigen. Bitcoin ist eine hoch volatile und umstrittene (Krypto-) Währung, die Cointemporary ähnlich wie die Wertschöpfung in der zeitgenössischen Kunst begreift. Andererseits ist Bitcoin als dezentrales Zahlungssystem im Internet vom globalen Finanzsystem abgekoppelt und existiert noch nicht als äquivalentes Zahlungsmittel im Kunstbetrieb.

Diese Themen hängen nicht nur auf vielfältige Weise mit Armen Avanessians Konzepttext für Tomorrow Today zusammen, sondern auch mit dem Thema Kunst und Kapital im Allgemeinen. Ein Ziel von Cointemporary ist es demgemäß, Bitcoin als Alternative vorzustellen, mit der man den Wert von Kunstwerken bemessen und die Kunst in ein emanzipatives Wirtschaftsmodell einbetten kann. Besonders wichtig ist diesbezüglich Blockchain, eine auf Server verteilte Datenbank, die die Geschichte aller mit Krypto-Währungen durchgeführten Transaktionen buchhalterisch aufzeichnet, indem sie jede davon einzeln kodiert. Befreiend ist diese Technik, weil sie uns von der Hegemonie des Bankgeldkreislaufs emanzipieren könnte. Die Möglichkeiten von Bitcoin oder anderer zukünftiger freier Zahlungssysteme lassen uns zudem freier über „Ausstellungsräume“ und die Art, wie wir Kunst verstehen, nachdenken. Werden Galerien im Zuge des wahrscheinlichen Niedergangs von Papier-Dollars und Euros obsolet? Oder werden sie sich wandeln? 

Cointemporary arbeitet also mit Zyklen eigener Art und hat sich für curated by_Vienna 2015 mit der Christine König Galerie zusammengetan. Gezeigt werden Werke, die lose mit Reflexion und unserer zyklischen Interaktion mit Kapital zusammenhängen. Was sehen wir, wenn wir auf uns selbst und unsere Beziehung zu Kunst und Kapital zurückblicken? Diese reflexiven Momente werden sich in einem Ausstellungsraum ereignen, der das Erleben einer möglichen Zukunft jenseits der üblichen Grenzen einer „kuratierten“ Ausstellung ermöglichen soll.

www.relational-changes.com

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Galerie
Relational ChangesAusstellungsansicht <em>Relational Changes, curated by_Cointemporary</em>, 2015Ausstellungsansicht <em>Relational Changes, curated by_Cointemporary</em>, 2015Ausstellungsansicht<em> Relational Changes, curated by_Cointemporary</em>, 2015Salon #1, Valentin Ruhry im Gespräch mit Mike Pepi<br />Ausstellungsansicht<em> Relational Changes, curated by_Cointemporary</em>, 2015<p>MEUSER<br /><em>Flusskrebs</em>, 1990<br />Eisen, Grundierfarbe<br />2 Teile, installiert 202 x 68 x 50 cm</p><p>HELEN JOHNSON<br /><em>I'm a particle but now I'm a wave</em>, 2015<br />Acryl auf Leinen<br />61 x 45.7 cm<br />Corutesy the artist </p><p>KATINKA BOCK<br /><em>Über</em> <em>den</em> <em>Fluss</em>, 2014<br />Basalt, Glas<br />188 x 130 x 20 cm</p><p>JOHANNES ESPER<br /><em>ContiEco</em>, 2001<br />Autoreifen, gefärbtes Wasser<br />Maße variabel<br />Unikat<br />Foto: Thorsten Hallscheidt</p>LORNA MILLS<br /><em>Hand Job</em>, 2014<br />Gif-File<br />Ed.3<br />Courtesy the artist<p>MARIAN TUBBS<br /><em>Vulgar</em> <em>Latin</em>, 2014<br />Digitalvideo, Farbe, Ton <br />5:39 min<br />Ed. 2/2 + 1 EA<br />Courtesy the Artist and Minerva, Sydney</p><p>ELAINE CAMERON-WEIR<br /><em>Plate 22</em>, 2012<br />Aluminium<br />50.5 x 30.4 x 2 cm</p><p>OVIDIU ANTON<br /><em>Exchanging Lemons in Lefkosia and Lefkoşa</em>, 2015<br />HD Farbvideo, Ton<br />7:31 min<br />Ed. 2/5 + 2 EA</p><p>MARK HOROWITZ<br /> <em>Yorgis</em> <em>Norgis</em>, 2015<em><br /></em>Fabvideo, Ton <br />12 sek<br />Courtesy the artist </p><p>ZURIEL WATERS<br /><em>Painter</em> <em>1</em>, 2013<br />Öl auf Leinwand <br />101.6 × 127 cm<br />Courtesy the Artist</p><p>KLAUS SCHUSTER<br />One Hotel, 2002<br />Lambda Print (3D Rendering)<br />82 x 63 cm<br />Ed. 3</p> <br /><p>AMY YAO<br /><em>manufactured</em> <em>presence</em>, 2014<br />Marmor<br />50 × 118.5 × 58 cm<br />Unikat<br />Courtesy the Artist and Mathew Gallery, Berlin</p>SHARA HUGHES<br /><em>Box O'Tricks</em>, 2012 <br />Öl, Emaille, Acryl, Sprühfarbe auf Leinwand<br />51 x 61 cm <br />Courtesy the artist MARIE COOL FABIO BALDUCCI <br /><em>Untitled</em>, 2011<br />Wasser, Baumwollschnur, Tisch <br />1:06 min<br />Courtesy the Artists and Marcelle Alix, Paris<br /><p>TONY OURSLER<em><br /> Distant Relatives</em>, 2013<br />verchromter Stahl, Fundsachen, iPad, iPod Touch, Video, Ton<br />215 x 120 cm<br /> Courtesy Albert Baronian </p><p>EIRIK SÆTHER<em><br />INNESTEMME</em>, 2015 <br />Video <br /> 3:41 min<br /> Edition of 4 + 1 EA<br /> Courtesy the artist</p>ANNE SCHNEIDER<br /><em>Ohne Titel</em>, 2015<br />Metallfolie, Öl. Acryl, Tempera<br />150 x 51 cmHARM VAN DEN DORPEL<br /><em>Event Listeners</em>, 2015<br />Apple OSX Screensaver (software)<br />Ed. 100<br />Courtesy the artistIDA EKBLAD<br /><em>IN EXILE FROM THE MINERAL KINGDOM</em>, 2009<br />Farbvideo, Ton<br />1:37 min<br />Courtesy the artist

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