Anetta Mona Chişa (Prag) und Lucia Tkáčová (Bratislava) arbeiten seit 2000 zusammen. In ihren Arbeiten thematisieren sie die Geschlechterverhältnisse, sowie ihre Rolle als osteuropäische Künstlerinnen in einer westlich dominierten Kunstwelt. Mit Videos, Installationen, Texten und Performances brechen sie Konsumerwartungen und setzen Reflexionsprozesse über Genderfragen, Kunstmarkt und Kunstmachen in Gang.
Die Arbeiten von Chişa und Tkáčová sind nicht Ausdruck der Suche nach Identität, wie vielfach in den Werken von KünstlerInnen der älteren Generation in Osteuropa zu beobachten, stattdessen ist die postkommunistische Welt mit ihren Umbrüchen das Thema ihrer Arbeit. Der Blick der Künstlerinnen richtet sich vor allem auf die konkrete Erfahrungswelt des Menschen, der dem so genannten Transformationsprozess vom Kommunismus zum Kapitalismus unterworfen ist.